Zwei Selbstbetroffene finden sich am 21. Januar 1984 im Inselspital in Bern. Bald einmal machen sie Pläne um in unserer Stadt auch eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Schon 1 Monat später, am 25. Februar 1984 findet ihr erstes Treffen statt. Im ”Kirchgemeindehaus Prairie“ treffen sie sich alle 14 Tage. Einige Monate danach führen sie einen öffentlichen Aufklärungsabend mit einem Neurologen durch. Die Mitgliederzahl verdoppelt sich. Mehr Betroffene  --  mehr Ideen. Bald einmal haben wir die Gelegenheit uns in der Berner Zeitung auf einer Inseratenseite kostenlos vorzustellen. Von Monat zu Monat lernen wir immer mehr Menschen kennen, die mit dem gleichen „Schicksal“ zu kämpfen haben.


An den Gruppentreffen stellen sich neue Mitglieder jeweils vor. Selbstverständlich können auch die alltäglichen Sorgen hier vorgetragen werden. Die Gruppe arbeitet diese gemeinsam mit den Neulingen durch. Alle Mitglieder können immer wieder Neues lernen. Daraus bekommt der Eine oder Andere wieder neue Ideen, wie er seine Probleme selbst lösen könnte. - Der zweite Teil des Nachmittags wird gemeinsam mit einem Kaffee und freier Diskussion verbracht. Auch diese Stunde kann gebraucht werden, etwas klar zu legen beim Einen oder Andern, was man meint nicht richtig verstanden zu haben. Die Suchenden gehen meist voll neuer Energie wieder nach Hause.
Gemeinsame Ausflüge machten wir zusammen in der Schweiz, ganze Gruppe meist ein- mal im Jahr. Ja sogar Ferien im Ausland sind schon gemacht worden. Beispiele: eine Reise in Russland, von Petersburg nach Moskau, eine auf die Insel Korfu. Beides waren Schifffahrten. Mit einem selbstgemieteten Auto fuhren wir auch durch Ungarn, Holland, Paris und Wien. Von 1991 - 2009 führen wir die jährliche Ferien- und Wanderwoche bei uns in der Schweiz durch. Daran nehmen Mitglieder von verschiedenen Selbsthilfe-gruppen der Schweiz und Deutschland teil.

 

Wir treffen uns monatlich an einem Samstagnachmittag im Kirchgemeindehaus in Urtenen (Siehe Treff-Daten in Urtenen). Bei jedem Treffen ist ein gewisser Stamm von ca. 12 Mitgliedern immer anwesend. Kaffee oder Tee wird selbstverständlich auch wieder getrunken. Daraus entsteht später eine stabile Selbsthilfegruppe.
Das Weihnachtsfest feiern wir gemeinsam in der Kirche Urtenen. Es wird durch Musik begleitet. Jedesmal kommt auch der Metzger mit einem riesigen Hinterschinken und die riesigen Zöpfe werden uns vom Bäcker zugesandt. Gemeinsam nehmen wir das Essen ein, hören Weihnachtsgeschichten und singen zusammen die Weihnachtslieder. Bei Festen und gemeinsamen Treffen liegen auch immer unsere gemeinsam erarbeiteten Fotoalben auf. (Entstehung und Aufbau der Gruppe, Ausflüge, Lager, Bastelkurse usw.)

So, nun glaube ich sie doch etwas neugierig gemacht zu haben! Sind sie selbst auch betroffen oder leben sie in der Nähe von einem Epilepsiepatienten, so geben sie ihm doch unsere Adresse bekannt. - Im Stillen selbst mit diesen Problemen fertig zu werden ist nicht jedermanns Sache. Sicher ist er oder sie ihnen später einmal dankbar für diesen Hinweis.

Margrit und Ludwig Feuerle, Rossfeldstrasse 11, 3004 Bern, Telefon 031 301 97 42, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!